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Erfahrungsberichte der FSJ-Krafte in der Gedenkstatte KZ Osthofen - Jahrgang 2013/2014

Vor der Frage stehen wir alle: Was tun nach dem Abitur? Die Idee ein „etwas anderes“ FSJ zu machen, kam eigentlich eher zufällig, aber Kultur hat mich ja schon immer interessiert, also wieso nicht?

Als ich auf die Einsatzstelle der Gedenkstätte stieß, war ich gleich begeistert, dass hier so etwas angeboten wird (Auch wenn das dann streng genommen FSJ Politik heißt). In der 12 Klasse hatten wir mit dem Geschichts- LK die Gedenkstätte besucht und ich war begeistert von der Arbeit und der Atmosphäre gewesen. Ich dachte mir, das klingt doch spannend und war, nach anfänglichen Zweifeln, doch sehr froh, als ich den Platz als einer der FSJler bekam.

Am 2. September 2013 sollte es losgehen und mein Kollege Reuben und ich wurden sofort in ein tolles Team aufgenommen. Schnell durften wir spannende Aufgaben übernehmen, haben gelernt im Archiv zu arbeiten und schon im Dezember durften wir unsere erste kleine eigene Führung machen. Höhepunkte des Jahres waren die Sonderausstellungen, diverse Veranstaltungen (vor allem das Konzert von Esther Bejarano), etliche Fortbildungen und die beiden Netzwerktreffen von „Schule ohne Rassismus“. Wir haben während des leider viel zu kurzen Jahres in der Gedenkstätte so viel geboten bekommen und konnten so viel lernen, wie ich es mir nie erträumt hätte. Die Arbeit hat immer Spaß gemacht und das Kollegium war unbeschreiblich.

Rückblickend hätte ich keine bessere Entscheidung treffen können, als dieses FSJ zu machen. Wir wurden immer ernst genommen und durften zum ersten Mal selbständig sein – hatten aber auch gleichzeitig die größte Unterstützung von unseren Betreuern. Danke dafür! Ich würde jederzeit wieder ein FSJ Politik machen und auch immer wieder in der Gedenkstätte KZ Osthofen.

(Jelena Lützel, FSJ Politik 2013/14 in der Gedenkstätte KZ Osthofen)

 

12 Jahre Schule – und dann? Studieren würde ich gerne, aber was? Und eigentlich will ich ein Jahr lang mal was anderes machen als die Schulbank zu drücken und auf Prüfungen zu lernen. Diese Gedanken führten bei mir zu der Entscheidung, mich für ein FSJ Politik zu bewerben. Durch Zufall stieß ich auf die Website der Gedenkstätte und bewarb mich dort für einen FSJ-Platz. Zwar hatte ich auch die Zusage einer anderen Einsatzstelle, aber mein Bauchgefühl riet mir zu Osthofen.

Ein Grund für dieses Bauchgefühl war die ganz besondere Arbeitsatmosphäre, die mir schon bei meinem Bewerbungsgespräch aufgefallen war. Schon am ersten Tag wurden meine FSJ-Kollegin und ich mit einem gemeinsamen Frühstück in das Kollegium integriert. Wir beiden wurden bald ebenfalls zu einem guten Team, und selbst die immer wieder aufkommenden Streitereien waren bald essentieller Bestandteil unserer Arbeit.

Als unterforderte Praktikanten haben wir uns nicht gefühlt, sondern wie zwei wertvolle Mitglieder eines Teams. So hatten wir nach gründlicher Vorbereitung die Möglichkeit, selbständig Gruppen durch die Gedenkstätte zu führen. Eine Tätigkeit, die mir immer wieder große Freude bereitete. Das zweite große Aufgabengebiet war das Archiv, in dem wir nach erfolgter Einweisung weitestgehend selbstständig arbeiten konnten. Dazu gesellten sich noch kleinere Tätigkeiten im Haus sowie die Mithilfe bei diversen Veranstaltungen. Schließlich waren da noch unsere FSJ-Projekte, in meinem Fall die Planung und Durchführung einer Filmvorführung mit anschließendem Zeitzeugengespräch. Auch hierbei begleiteten uns unsere FSJler-Betreuer_Innen vor Ort mit offenen Ohren und ein großer Portion an Vertrauen in unsere Fähigkeiten.

Zu den Highlights in diesem Jahr zählten sicherlich die Seminare und Fortbildungen in der Gedenkstätte, an denen wir teilnehmen durften. Ebenso das Landtagsseminar in Mainz mit seinen besonderen Einblicken in die Landespolitik und dem vorzüglichen Essen! Von ganz besonderem Wert waren die 4 FSJ-Seminare, bei denen mit anderen Freiwilligen eine tolle Zeit hat und eine Menge über sich selbst lernen kann.

Kurzum, es war ein sehr eindrückliches Jahr mit vielen schönen Momenten, wertvollen Erfahrungen eine Menge toller Menschen – danke Bauchgefühl!

(Reuben Calé, FSJ Politik 2013/14 in der Gedenkstätte KZ Osthofen)

 

Erfahrungsberichte der FSJ-Krafte in der Gedenkstatte KZ Osthofen - Jahrgang 2012/2013

"Am 3. September 2012 begann ich mit dem FSJ Politik in der Gedenkstätte KZ Osthofen. Nach dem Abitur wollte ich ein Jahr Abstand gewinnen und nicht gleich anfangen zu studieren. Durch Zufall bin auf die Website des Trägers Kulturbüro Rheinland-Pfalz gestoßen und habe mich beworben. Die Gedenkstätte KZ Osthofen war meine erste Wahl.

Mein FSJ-Kollege und ich haben gleichzeitig angefangen und wurden zu einem guten Team. Die Kolleginnen und Kollegen haben uns gut ins Team aufgenommen und haben es uns einfach gemacht schnell in die Arbeit einzufinden. Wenn wir ein Problem hatten, konnten wir uns stets der Unterstützung der Festangestellten sicher sein. Die Arbeit in der Gedenkstätte ist vielfältig. Zum einen die Archivarbeit, die das Recherchieren und Erfassen von Akten beinhaltet und zum anderen die Mitarbeit im Bereich der Gedenkstättenpädagogik. Dieser Bereich umfasst vor allem Gruppenführungen. Des Weiteren haben wir bei Veranstaltungen geholfen, was rückblickend Höhepunkte in dem Jahr waren.

Ich kann jedem empfehlen, der nach der Schule ein Jahr etwas anderes machen möchte, ein Freiwilliges Soziales Jahr Politik in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu absolvieren."

(Mariella Lung, FSJ Politik 2012/13 in der Gedenkstätte KZ Osthofen)

"Ich entschied mich ein FSJ zu absolvieren, um ein Jahr lang zwischen Schule und Studium etwas Praktisches zu machen und in der Hoffnung, dass es mich persönlich sowie in der Wahl des richtigen Studiums weiterbringt. Durch Internetrecherche bin ich über die Seite vom Kulturbüro auf die Einsatzstelle Gedenkstätte KZ Osthofen gestoßen und fand die Idee, an einem solchen Ort ein Jahr zu arbeiten, sehr interessant.

Ich war sofort sehr von der positiven Arbeitsatmosphäre angetan, die Mitarbeiter im Haus empfingen meine neue Kollegin und mich offen und kollegial und erleichterten uns so den Einstieg enorm. Meine Kollegin und ich wurden zu einem guten Team, das auch sehr gut in das Kollegium integriert war. Die Arbeit an sich machte viel Spaß, sie war sehr facettenreich und umfasste einige Bereiche, wie Pädagogik, Dokumentation und Archiv sowie den Einsatz bei großen Veranstaltungen im und außer Haus, die immer Höhepunkte darstellten. Des weiteren war die Arbeit am eigenen Projekt sehr spannend. Die Betreuung durch die Koordinatoren des Kulturbüros war sehr zufriedenstellend und die regelmäßig stattfindenden Seminare boten eine sehr willkommene und interessante Gelegenheit zum intensiven Austausch mit FSJ-lern aus anderen Einsatzstellen.

Rückblickend war es die absolut richtige Entscheidung das FSJ zu machen, meine Erwartungen wurden erfüllt und teilweise sogar übertroffen, ich kann also jedem der nach der Schule nicht direkt weiterlernen will oder sich nicht sicher ist welchen Weg er einschlagen soll, wärmstens empfehlen ebenfalls ein FSJ anzufangen. Auch die Entscheidung für das FSJ Politik allgemein und für die Einsatzstelle Gedenkstätte KZ Osthofen im Speziellen habe ich nie bereut und beende das Jahr mit einem lachenden und einem weinenden Auge."

(Philipp Lukas, FSJ Politik 2012/13 in der Gedenkstätte KZ Osthofen)

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