• DE
  • EN
RLP

07.11.2017

Studienfahrt zu Erinnerungsorten in Nordfrankreich

Die Landeszentrale für politische Bildung führte gemeinsam mit der Landeszentrale Hessens vom 28. Oktober bis zum 1. November eine Studienfahrt zu Erinnerungsorten des Ersten und Zeiten Weltkrieges in Nordfrankreich durch.

Die Gruppe beim Besuch der Ausstellung des Historials in Péronne.

Blick in die Dauerausstellung von Péronne

Fundstücke, die heute noch auf den früheren Schlachtfeldern an der Somme geborgen werden.

Besuch des deutschen Soldatenfriedhofes in Rancourt

Die Gruppe in der Rotunde von Notre-Dame de Lorette, dem französischen Nationalfriedhof. In dem Innenbereich sind auf Stahlplatten die Namen von 579.000 Männern aus den beteiligten Kriegsländern, die in den Departements Nord-Pas-de-Calais getötet wurden oder als vermisst gelten.

Ausstellung zur deutschen Besatzung Nordfrankreichs in „La Coupole“, die in einem früheren Bunker untergebracht ist.

Blick in den Bereich der Ausstellung, der sich mit dem Atlantikwall beschäftigt.

Die Gruppe bei ihrem Gang oberhalb der Küste des Ärmelkanals, bei der Besichtigung von Überresten des Atlantikwalls.

In den ersten beiden Tagen stand der Erste Weltkrieg im Mittelpunkt des Programms. Neben dem Besuch des Historials in Péronne mit seiner sehr beeindruckenden Ausstellung wurden Friedhöfe französischer, britischer und deutscher Soldaten besucht, die in unmittelbarer Nähe bei dem kleinen Ort Rancourt liegen. In Vimy, dem großen Erinnerungsort an die kanadische Beteiligung am Weltkrieg konnte ein Teil eines unterirdischen Tunnels sowie restaurierte Schützengräbern besichtigt werden. Besonders beeindruckend war die Rotunde in Notre-dame de Lorette, die sich neben einem großen französischen Soldatenfriedhof befindet. Auf Stahlplatten sind dort die Namen von 579.00 Männern eingraviert, die im Nord-Pas-de-Calais gefallen sind oder dort als vermisst gelten. Die Zahl müsste noch höher ausfallen, da von deutscher Seite nur die Namen der Toten, nicht aber die der Vermissten gemeldet wurden.

Der zweite Weltkrieg stand im zweiten Teil der Studienfahrt im Zentrum. Besichtigt wurde das Museum „La Coupole“, das in einem früheren Bunker untergebracht ist. Die Schwerpunkte der Ausstellung sind das System der Konzentrations- und Vernichtungslager sowie Nordfrankreich unter deutscher Besatzung. Da der Bunker als Abschussrampe für Raketen auf Großbritannien geplant war ist zudem noch ein Schwerpunkt die Geschichte und Entwicklung des Raketenbaus. Den Abschluss der Studienfahrt bildete ein Spaziergang entlang des Ärmelkanals in der Nähe vom Cap Nez blanc auf dem zahlreiche Überreste des Atlantikwalls noch zu sehen waren.