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RLP

09.05.2017

Rückblick zum Vortrag in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

„Kriegskinder“: Anna Schlieck „Kindheit 1939-1945“

Foto: LpB

Foto: LpB

Anna Schlieck, Museumspädagogin der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf stellte in ihrem Vortrag Kinder und Jugendliche in Düsseldorf während der NS-Zeit die gleichnamige Dauerausstellung der Gedenkstätte und das dazugehörende Programm vor. Zudem ging sie auf den historischen Ort ein, in dem die Gedenkstätte untergebracht ist. So war das Stadthaus während der NS-Zeit zeitweise Sitz der örtlichen Gestapo.

Zwei unterschiedliche Biografien eines Kindes und eines Jugendlichen wurden vorgestellt. Tom Katz, Jahrgang 1929, emigrierte mit seinen Eltern 1938 um der rassischen Verfolgung zu entkommen in die Niederlande. Nach der Besetzung durch die deutsche Wehrmacht gelang es der Familie Katz unterzutauchen und mit Hilfe zahlreicher Familien den krieg zu überstehen. Nach Kriegsende blieb Tom Katz in den Niederlanden. Ein ganz anderes Beispiel ist der Lebenslauf von Paul Schmitz. Schmitz, Jahrgang 1922, beteiligte sich schon im jugendlichen Alter freiwillig an der NS Bewegung in dem er zum frühmöglichsten Zeitpunkt zur HJ meldete. Als junger Erwachsener wurde er dann Wachsoldat und gehörte zum Wachpersonal des Gästehauses des Führers und Hermann Görings, zudem tat er auch noch in der Wolfschanze Dienst. Erst gegen Ende des Krieges – im März 1945 – kam er zur Wehrmacht.